Paargeflüster

Sie leben zusammen, aber haben das Gefühl, das Zusammensein ist im Laufe der Zeit auf der Strecke geblieben? Beleben Sie das verrückte Projekt Beziehung wieder neu. Sie sollten nicht länger warten, sondern Ihrem Paarsein wieder neue, belebende Impulse verleihen. Sei die Situation auch noch so verzwickt, wagen Sie das Ungewöhnliche! Lassen Sie uns Lösungen entwickeln, die für Sie und Ihre/n Partner/in befriedigend sind. Sie können den Anderen nicht ändern, aber ihr eigenes Verhalten und ihr Miteinander. Wagen Sie sich heraus aus dem Gewohnten, dem nur Halbguten! Tun Sie etwas für Ihre Überzeugung,  eine glückliche Beziehung führen zu wollen. Die haben Sie nämlich verdient! In der Paarwerkstatt darf alles auf den Prüfstand, ich öffne Ihnen den Raum für schwer Auszusprechendes, längst Überfälliges, Aufgestautes und tief Vergrabenes!

Erleben Sie, wie Sie durch mehr Achtsamkeit beim Zuhören, Verstehen und Sprechen ausufernde, stressige Diskussionen und gegenseitiges Verletzen vermeiden. Fangen Sie an, endlich über sich selbst zu sprechen anstatt über ihr Gegenüber.  Sie dürfen zu dem stehen, was Sie ausmacht!

Kommunizieren Sie eigene Wünsche, aber auch ein No-Go offen und transparent. Vermeiden Sie dadurch missverstanden, überhört und nicht ernst genommen zu werden. 

Überlegen sie einmal, was Partnerschaft bislang für Sie bedeutet! Haben Sie sich dabei Ihre Träume erfüllt? Sind Sie auf einem gemeinsamen Weg, der sich für Sie beide lohnt?

Wenn es nur einen einzigen Grund gibt, der dafürspricht, das Paarsein nicht aufzugeben, nutzen Sie diese Chance! 

Wenn sich im Gespräch Ihre Blicke wieder berühren, werden es auch Ihre Herzen wieder tun. 

 

Die 4 apokalyptischen Reiter

„Du bist immer gleich so aufbrausend!“

„Mit dir kann man nicht reden!“

„Auf dich kann man sich einfach nicht verlassen!“

„Spiel dich nicht so auf!“

„Nie zeigst du mir, dass du mich liebst.“

 

John Gottman, ein amerikanischer Psychologe, benannte 4 Arten der Negativität, nämlich

Kritik (an der Person)

Verteidigung

 Verachtung

und Rückzug

die apokalyptischen Reiter, die unweigerlich den Niedergang der Beziehung ankündigen, benannt nach den biblischen Reitern der Apokalypse.  Erleben Paare Kommunikation als eine Art Mienenfeld, endet das nicht selten in Sprachlosigkeit und Resignation.

Gottman wagte sogar eine Vorhersage, ob sich ein Paar innerhalb von 3 Jahren trennen wird, indem er das Streitverhalten des Paares beobachtete. Was glückliche von unglücklichen Paaren unterschied, waren ihre physiologischen Daten.

Auch wenn die Partner, deren Beziehungen unglücklich endete, auf den Videoaufnahmen von ihrer Auseinandersetzung ruhig schienen, zeigten ihre Körper deutliche Stressreaktionen. Ihre Mimik fror ein, ihr Puls schoss in die Höhe, sie begannen zu schwitzen und schnell zu atmen, sobald ein Konflikt zur Sprache kam.

Der Körper reagierte ganz im archaischen Kampf-Flucht-Modus, so als würde er es mit einem gefährlichen Tier aufnehmen müssen – und nicht mit einem geliebten Menschen. Es gab keinen wirklich Kontakt mehr, was die Voraussetzung für Verständnis und Einigung ist.

Je ruhiger dagegen der Puls während der Diskussion blieb, umso glücklicher waren die Partner und umso wahrscheinlicher war es, dass sie nach den drei Jahren noch zusammen waren.
Wie sich das Glück über drei Jahre hinweg veränderte, ließ sich für Gottman zu 90 Prozent allein aus den physiologischen Reaktionen während der 15-minütigen Diskussion vorhersagen, genauer als jede Wetterprognose! 

Der Körper lügt nicht

Es ist wichtig zu erkennen, dass es sich beim Streit bei weitem nicht nur um einen Austausch von Argumenten handelt!

Der größere Anteil der Botschaft wird über unseren Körper mitgeteilt, durch ein Zu- oder Abwenden, die Mimik und Gestik, Körperhaltung, Bewegung, die Lautstärke und der Klang der Stimme. Damit kommunizieren wir größtenteils unbewusst. Wenn unser Körper Gefahr wittert, signalisiert er das nach Außen, weil das Nervensystem rückwirkend für diese Aufregung im Körper sorgt. Zu erkennen, dass es sich um keine reale Gefahr handelt, die apokalyptischen Reiter dagegen zu einem unheilbringenden Kampf rüsten, dass es in jedem Streit letztlich um uns selbst geht und nicht um den anderen, bedeutet bei aller scheinbarer Ausweglosigkeit im Moment gleichzeitig die Lösung. Jeder hat selbst in der Hand, wie er sich in Streitsituationen verhält, ob man es weiter laufen lässt oder bewusst nach Alternativen sucht. 

Zurück zu sich selbst, um zusammen zu sein

Ich mache Sie mit Methoden vertraut, eine achtsame und ehrliche Kommunikation in Ihre Beziehung zu integrieren, die heilsam für Ihre Partnerschaft sein wird. Ausgehend von der Grundannahme, in Kontakt treten und bleiben zu wollen, gehen Sie dabei in einen tiefen Prozess eigenen Gewahrwerdens. Sie nehmen wahr, was eigentlich in Ihnen selbst geschieht, was Sie berührt, reizt, anfeuert, beschämt oder ängstlich werden lässt und mit welchen Gefühlen Sie dabei in Kontakt kommen. Diese Emotionen nicht mehr ausagieren zu müssen, sondern ehrlich und offen mitteilen zu dürfen, stärkt das Vertrauen in Sie und Ihr Gegenüber. 

Offenheit ist nicht verletzend, wenn sie sich ausschließlich auf die eigene Wahrnehmung bezieht. Ehrlichkeit ist nicht bedrohlich, wenn sie nicht mit einer verhängnisvollen Beurteilung einhergeht. Die Dinge zu belassen und von Bewertungen abzusehen, ist schwer, weil es die Natur unseres Geistes ist zu urteilen. Problematisch dabei ist, dass sich dahinter ein oft unsicheres Ich verbirgt, das in der Bestätigung durch Andere erblüht und Kritik und  Schwierigkeiten als Niederlage empfindet. Mangelnde Selbstachtung ist das Trojanische Pferd der Apokalypse, aber kein unabwendbares Schicksal. Wenn wir jemanden verletzen, hat das mehr mit uns als mit dem Anderen zu tun. 

Finden Sie daher in der Paar-Therapie Ihren Weg, mit sich selbst in Kontakt zu kommen im Spiegel Ihres Partners. Gehen Sie in Beziehung zu sich und dem Menschen, den sie lieben. Wenn Angriff nicht mehr die beste Verteidigung und Rückzug nicht mehr die Macht des Beschämten ist, entstehen Nähe und Lebendigkeit neu!

Und was wollen Sie?